„Heiße Nacht“ für Nienburgs Feuerwehren Brände hielten Ortsfeuerwehren auf Trab

0
203
views
Um an alle im Container befindlichen Gegenstände zu kommen, setzte die BAWN einen Bagger ein - Fotos: M. Henkel

Erichshagen-Wölpe/Nienburg (MH). Es sollte keine ruhige Nacht für die vier Ortsfeuerwehren Erichshagen-Wölpe, Holtorf, Langendamm und Nienburg werden.

Um 22:52 Uhr am Freitag wurden die Ortsfeuerwehren Erichshagen-Wölpe und Holtorf zur Mülldeponie in die Nienburger „Krähe“ gerufen. Dort hatte die Brandmeldeanlage ausgelöst. Beim Eintreffen der ersten Kräfte konnte in einer Halle eine starke Rauchentwicklung festgestellt werden. Die automatische Löschanlage war am Arbeiten. Als Ursache konnte schnell ein Container mit Sperrmüll ausgemacht werden. Dort brannten diverse Wohnungseinrichtungen. Aufgrund des Containers wurde das Wechselladerfahrzeug der Ortsfeuerwehr Nienburg zur Einsatzstelle beordert.

Unter schwerem Atemschutz löschten die Feuerwehren Erichshagen-Wölpe
und Holtorf den Sperrmüllcontainer – Foto: M. Henkel

Die eingesetzten Feuerwehren begannen umgehend mit der Belüftung der Halle und einem Löschangriff. Nach dem Eintreffen eines Verantwortlichen der BAWN wurde der Container aus der Halle gefahren und entleert. Bei diesem Einsatz zeigte sich wieder mal, wie gut die verbaute Brandmelde- und Löschanlage auf dem Gelände der BAWN funktioniert. Die vorsorglich mitalarmierte Einsatzleitung Ort der Stadtfeuerwehr Nienburg/Weser brauchte nicht mehr anrücken. Insgesamt waren 30 Einsatzkräfte eingesetzt. Zur Brandursache kann derzeit noch keine Aussage getätigt werden.

Noch während die Nachlöscharbeiten in der „Krähe“ ereilte der Feuerwehr ein weiterer Notruf. Diesmal wurde ein Wohnungsbrand im Nienburger Barlachweg gemeldet. Ersten Meldungen zufolge waren noch Personen im Gebäude. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand bereits die komplette Wohnung eines Sechs-Parteien-Hauses in Vollbrand. Flammen schlugen von der im Erdgeschoss befindlichen Wohnung bis in den Dachstuhl. Aufgrund der Situation lies Ortsbrandmeister Thomas Cornelsen die Feuerwehren Holtorf und Langendamm sowie die Einsatzleitung Ort der Stadtfeuerwehr nachalarmieren.

Die enorme Hitzeentwicklung zeigte auch im Treppenhaus ihre
Wirkung – der Putz platze teilweise von den Wänden – Foto: M.Henkel

Da sich alle Bewohner rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten, wurde der Einsatzschwerpunkt auf die Brandbekämpfung gelegt. Nachdem fünf Trupps unter schwerem Atemschutz alle Wohnungen kontrolliert und den Brand bekämpft hatten, wurde das wahre Ausmaß des Schadens sichtbar. Durch die enorme Hitzeentwicklung war im Brandraum keine Tapete mehr an den Wänden. Teilweise konnte man den Waschbeton der Bausubstanz erkennen. Im allgemeinen Treppenhaus platze ebenfalls der Putz von den Wänden. Ein Kind, welches sich in der Brandwohnung befunden hat, wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Mutter kam mit einem Schock in ein Krankenhaus. Die Brandwohnung ist bis auf weiteres nicht mehr bewohnbar. Die Mieter der beiden darüber liegenden Wohnungen müssen ebenfalls die kommenden Nächte bei Verwandten unterkommen. Zur Brandursache hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Insgesamt waren bei diesem Feuer 70 Einsatzkräfte bis 01:30 Uhr vor Ort.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here